Kurz zu mir: Roulette spiele ich seit 20 Jahen – Was es an Fehlern gibt – keinen habe ich ausgelassen. Nach und nach bin ich beim Tendenzspiel gelandet (und über die Jahre hinweg mit einem deutlichen Plus); aber eines hat mich am Tendenzspiel immer gestört, nämlich die Unberechenbarkeit. Hier im Forum liest man sehr häufig, daß starre Setzweisen nichts bringen. Das mag (vielleicht) richtig sein, aber man hat bei starren Setzweisen einen sehr großen Vorteil. Die Höhe des eintretenden Verlustes ist bekannt (nämlich 1,35%). Darüber hinaus erlaubt eine starre Setzweise die Analyse beliebiger Permanenzen und sämtlicher Parameter, die man untersuchen möchte. Bei den auch hier häufig publizierten Systemtests wird in aller Regel nur der Endestand angegeben. Der ist immer Negativ. Kann auch icht anders sein, wenn man sämtliche Würfe mitspielt. Was aber, wenn man wüßte, welche Würfe gewinnen und welche verlieren? Das Ergebnis wäre positiv und die Spielbank bankrott. Machen wir fogendes Gedankenexperiment: Wir gehen 100 Tage lang in ein beliebiges Casino und setzen an einem beliebigen Tisch vom ersten bis zum letzten Wurf immer auf z.B. Manque. Nach 100 Tagen werden wir feststellen, daß wir 1,35% des Umsatzes verloren haben. Denken wir uns nun eine zweite und eine dritte und eine vierte Setzweise aus – das Ergebnis wäre 1,35% Verlust vom Umsatz. Womit wir im übrigen viel besser liegen als die meisten Spieler. Wenn wir nun hergehen und uns für jeden Tag die Verläufe der Salden anschauen, werden wir feststellen, daß es Tage gab, und zwar die allermeisten, an denen wir mit einigen Stücken Plus hätten beenden können. Warum aber haben wir das nicht getan? Weil wir keine Anhaltspunkte dafür haben, wie ein Spieltag, nachdem wir z.B. 50 Würfe mitgespielt haben, weiterhin verläuft und nach dem Prinzip Hoffnung spielen und auch nicht wissen wieviel wir gewinnen müssen, damit wir die Verlusttage kompenssieren können. Könnte ja noch besser werden. Wird aber nicht, sondern endet bei minus 1,35% vom Umsatz. Nun kann man sich aber darüber hinaus auch anschauen, wie z.B. der durchschnittliche maximale Plus-/Minus/End-Saldo war. Genau das habe ich für eine bestimmte Setzweise gemacht (Die ich hier nicht diskutieren will, da es bestimmt andere Setzweisen gibt, die vergleichbare Ergebnisse bringen und es mir auf die Ergebnisse ankommt). Dabei habe ich folgendes feststellen können: Es besteht (auf der Basis meiner Untersuchung wohlgemerkt) ein eindeutiger Zusammenhang zwischen dem maximalen Minussaldo und sowohl dem Endsaldo als auch dem maximalen Höchstsaldo im Verlauf der ca. 210 Würfe pro Tag. Z.B. Bei einem maximalen Minusstand imVerlaufe des Spieltages (bei meiner Setzweise und beim Spiel auf Einfache Chancen) kann man im Durchschnitt einen Endstand von ca Plus 10 Stücke rechnen, der durchschnittliche maximale Plusstand liegt bei ca 17,5 Stücken. Ergibt sich im Verlaufe des Spieles ein maximaler Minussaldo von 10-15 Stücken, kann man z.B. einen durchschnittlichen Endsaldo von ca. Minus 5 Stücken erwarten, der maximale Plusstand liegt aber immer noch bei durchschnittlich Plus 6 Stücken. Ich habe bislang 200 Spieltage (=42000 Würfe) durchgespielt (nach Originalpermanenz) und dabei folgendes Ergebnis erhalten: Bricht man an einem Spieltag das Spiel ab, sobald man mehr als 5 Stücke im Minus ist, und spielt man gleichzeitig die Spieltage, an denen man die Grenze von minus 5 Stücken nicht überschreitet durch, bis man Plus 10 Stücke erreicht hat (und damit beendet man das Spiel) – das durchschnittliche Maximum liegt wie erwähnt bei Plus 17 Stücken - ergibt sich ein Plus von ca 2,5% vom Umsatz (die Zero hat man damit ja auch gewonnen, macht also 3,85% Plus). (Ludo: Könnte vielleicht in Deine Richtung gehen) Bei meiner Setzweise (die mir keinerlei Entscheidungsfreiheit läßt), ist bei kanpp 40% der Spieltage das maximale Minus 5 Stücke, d.h. Diese Spieltage beende ich mit Plus 10 Stücken. 60 % der Spieltage erreichen einen Minussaldo von mehr als minus 5 Stücken und müssen also bei minus 5,5 (ergibt sich aus der Zero) oder minus 6 Stücken abgebrochen werden. Tatsächlich sind es weniger als 60% der Spieltage, die ich abbrechen muß, da es ja auch Tage gibt, in denen der Saldo zunächst Plus 10 Stücke ode r mehr erreicht, bevor er im Verlauf des Spieltages in Regionen unter minus 5 Stücke abtaucht. Ich kann also fast 50% der Spieltage für mich verbuchen. Mich würde nun interessieren, ob andere Forummitglieder ähnliche Zusammenhänge gefunden haben, und falls ja, wie dabei die Zahlen ausschauen. Möglicherweise sind 200 Spieltage ja auch nicht genug, um eine Aussage treffen zu können.